Hört endlich auf, von „sozial Schwachen“ zu reden!

Es gibt eine Menge arme Menschen bei uns. Sie haben gerade mal genug zum Leben, oder zu wenig, oder hohe Schulden. Sie sind arbeitslos, in Rente oder wurschteln sich mit mies bezahlten Jobs durch. Sie sind arm. Mir geht die Hutschnur hoch, wenn ich höre, wie diese Menschen permanent als „sozial schwach“ bezeichnet werden. Vielleicht ist ihr Kontostand verdammt schwach. Aber sicher nicht automatisch ihre gesamte Persönlichkeit.
Genau das steckt nämlich in sozial schwach. Sozial schwach sind Menschen, mit denen man nicht gut zusammenleben kann. Die sich nicht an gesellschaftliche Regeln halten, die keine Rücksicht nehmen auf andere, die Schwächeren Angst einjagen. Kurzum, wer sozial schwach ist, dem mangelt es an Fürsorge, Hilfsbereitschaft und der Fähigkeit, ans Gemeinwohl zu denken.
Aus meiner Sicht trifft das zu auf Menschen, die Kollegen mobben, die auf der Autobahn rasen und Menschenleben gefährden, auf Steuerbetrüger, aggressive Zeitgenossen oder einfach furchtbar egoistische Leute.
Wird man so, nur weil man kaum Geld hat? Wohl kaum! Auch arme Menschen verhalten sich sozial.
Also bitte hört auf, Familien mit wenig Geld als sozial schwach zu beleidigen. Mit dem Begriff werden viele anständige Menschen herabgesetzt.
Ich wünsche mir, dass diese unbedachte Feindseligkeit ein Ende hat. Vielleicht bietet das Fest des Friedens und der Liebe einen passenden Anlass dafür?

Ihnen wünsche ich: Frohe Weihnachten und alles Gute für das Jahr 2018: Glück, Gesundheit und Gottes Segen.

PS: War diese Familie da im Stall eigentlich auch sozial schwach?

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