Stadt Hof soll Folgen der Kinderarmut bekämpfen – wir streiten für ein Zukunftspaket

Seit langem sorgt die Kinderarmut in unserer Stadt für Schlagzeilen. Wir als SPD wollen nicht darüber reden, sondern etwas gegen die traurigen Folgen tun.
Hof gehört bayernweit zu den traurigen Spitzenreitern in puncto Kinderarmut. Etwa jedes dritte Hofer Kind wächst in einer von Armut und damit oft verbundenen zusätzlichen Belastungen betroffenen Familie auf. Arbeitslose und alleinerziehende Eltern haben die höchsten Armutsrisiken.
Viele der Kinder leben über Jahre in verfestigten armen Verhältnissen. Das beeinträchtigt ihre Entwicklungs- und Bildungschancen: Die Folgen von Armut ziehen sich über die gesamte Schul- und Ausbildungsbiografie bis hin ins Erwerbsleben. Dazu sei auch auf die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung „Kinderarmut als Dauerzustand“ verwiesen.
Eine Kommune wie die Stadt Hof kann die Armut sicherlich nicht abschaffen, wohl aber ihre Folgen begrenzen bzw. lindern.
Darum halten wir eine kindbezogene Armutsprävention auf kommunaler Ebene für drin-gend geboten. Und da besondere Herausforderungen besonderen Einsatz erfordern, sollen hierfür 70.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Der zuständige Fachbereich 50 arbeitet bereits an Konzepten, die ab Sommer mit Hilfe dieser Mittel umgesetzt werden können. Was wir brauchen, ist ein Zukunftspaket für die Kinder, die einen steinigen Weg vor sich haben.

Gerade der kommunale Rahmen bietet Möglichkeiten, Lebenslagen zu gestalten und Teilhabechancen zu verbessern.
Unser Ziel ist es, die Chancengleichheit von armen Kindern in unserer Stadt zu erhöhen. Das kann mit Maßnahmen auf verschiedenen Eben geschehen: Zum einen geht es darum,
Kinder und Eltern in ihren Persönlichkeiten und in ihrem Handeln zu stärken (z.B. Frühe Hil-fen, aufsuchende Arbeit, Familienpaten, entprivatisierte Nachhilfe), zum anderen darum, die Verhältnisse strukturell zu verändern (z.B. durch strategische Sozialplanung, Wahrnehmungs-und Präventionsketten, armutssensible Kindergärten, Angebote in Familienzentren).
Manches ist schon vorhanden und müsste erweitert werden, anderes sollte ggf. neu in Angriff genommen werden.

Für jeden im Rahmen der Jugendhilfe ausgegebenen Euro wird im weiteren Lebensverlauf das Dreifache an Mitteln entweder an staatlichen Ausgaben eingespart oder durch Steuer- und Wertschöpfung an zusätzlichen Einnahmen erzielt.
Diese Investitionen für die jüngsten Bürgerinnen und Bürger einer Stadt sind nicht hoch genug einzuschätzen, da mit ihnen die Zukunft gestaltet wird.

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