Kinderarmut vor Ort bekämpfen

In Sachen Kinderarmut hat Hof vor nicht allzu langer Zeit für unrühmliche Schlagzeilen gesorgt. Viele Kinder wachsen in Verhältnissen auf, die ihre Chancen im Leben deutlich mindern. Die Hofer SPD nimmt dies zum Anlass für eine Veranstaltung mit einem ausgewiesenen Experten zum Thema. Am Donnerstag, 29. Juni ist Professor Dr. Ronald Lutz von der Hochschule Erfurt zu Gast im Hof. Unter dem Titel „Arme Stadt – arme Kinder!?“ wird er erläutern, wie man vor Ort mit Kinderarmut umgehen kann und was gegen Benachteiligung und Ausgrenzung unternommen werden kann.

Eingeladen hat ihn Eva Döhla vom SPD-Kreisverband Hof Stadt. „Die ganz persönlichen Zukunftsaussichten von Kindern hängen gerade in Deutschland besonders stark vom Elternhaus ab. Wie kann man diesen Kindern am besten helfen, aus der Armut herauszukommen? Was kann in einer Kommune vor Ort konkret unternommen werden, damit auch Kinder aus armen Familien schulisch, beruflich und gesellschaftlich richtig Fuß fassen? Diese Fragen beschäftigen uns“, sagt die stellvertretende Kreisvorsitzende. Man wolle hören, welche Erfahrungen andernorts im Kampf gegen Kinderarmut gemacht würden und was sich daraus für Hof lernen lasse. „Wir haben den Vortrag unter das Motto “Zukunftsgespräch” gestellt, da es sich um ein zentrales soziales Zukunftsthema für unsere Stadt handelt. Wir wollen einen Impuls geben, der auch politisch wirksam werden kann“, so die Organisatorin.
Der Vortrag „Arme Stadt – arme Kinder!?“ findet am Donnerstag, 29. Juni im Gemeindehaus St. Lorenz in Hof statt und beginnt um 18.00 Uhr. Die Veranstaltung dauert etwa eineinhalb Stunden und steht allen Interessierten offen.

Info: Prof. Dr. Ronald Lutz lehrt und forscht an der Fachhochschule Erfurt im Fachbereich Menschen in besonderen Lebenslagen. Zu seinen zentralen Lehr- und Arbeitsgebieten gehören unter anderem Soziale Problemlagen, Soziale Benachteiligung und Ungleichheit, Ausgrenzungsprozesse – historische Zugänge und aktuelle Fragestellungen Armut und Reichtum, Armuts- und Sozialberichterstattung, Sozialplanung und Stadtentwicklung. In seinem Buch „Erschöpfte Familien“ erklärt er, warum es eine steigende Zahl von Familien gibt, die mit ihrem Alltag nicht klar kommen.

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