Ganz einfach zu beantworten!

1. Weshalb in meinem Büro ein Kreuz steht:
Das Kreuz ist ein religiöses Symbol, und zwar meiner Religion. Es bedeutet für mich persönlich eine Verpflichtung, christliche Werte in meinem Handeln zu beachten. Einsatz für Schwächere, Fremden Schutz gewähren, Raum für Versöhnung.

2. Warum das Kreuz nicht in jeder Behörde angebracht werden muss:
Als reines Folklore-Symbol verwendet, wird es weder unser Zusammenleben noch unsere kulturelle Identität stärken.
Es entfaltet erst dann Wirkung, wenn ein Mensch bereit ist, Jesus Christus als Vorbild zu betrachten.

3. Was ich mir für die Debatte um Kreuze in Bayerns Behörden wünsche:
Dass das christliche Kreuz nicht für politische Zwecke instrumentalisiert wird. Auch dadurch wird es verhöhnt.
Dass das Kreuz wegen eines Ministerpräsidenten im Wahlkampf jetzt von dessen Gegnern nicht lächerlich gemacht wird.

Gutes Interview zum Thema: hier

https://www.pro-medienmagazin.de/politik/2018/04/25/bedford-strohm-widerspricht-soeder/

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Hof bekommt einen Rosa-Opitz-Platz

Das wurde in der Stadtratssitzung am 23. April beschlossen. Die breite und parteiübergreifende Unterstützung für diese Ehrung ist ein sehr schönes und solidarisches Signal für Geschichtsbewusstsein.
Großer Dank gilt den Initiatorinnen: Das Frauennetzwerk und die Erstunterzeichnerinnen haben den Stein ins Rollen gebracht. Der Platz, der nach unserer 2001 verstorbenen Mitbürgerin benannt wird, befindet sich an der Ecke Jägerzeile / Leimitzer Straße.
Rosa Opitz soll nun ein fester Bestandteil der Hofer Erinnerung, unserer Stadtgeschichte sein. Sie war vorbildlich in ihrem Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Sie zeigte nicht nur Haltung, sie handelte auch. Rosa Opitz hat Flugblätter gegen Hitler und die Nazis geklebt und sich einer aktiven Widerstandsgruppe angeschlossen. Genau das, dieses couragierte Handeln, auch unter Risiken, das soll uns heute Mahnung sein, wenn rechtsextreme, menschenfeindliche Gesinnungen den Raum erobern wollen. Wenn ganze Gruppen ausgegrenzt und unter Generalverdacht gestellt werden, muss man sich in den Weg stellen, im Namen der Menschlichkeit. Wir verneigen uns vor dieser Frau, vor der Hofer Bürgerin und Stadträtin Rosa Opitz.
Am Donnerstag, 19. Juli findet um 19 Uhr ein Informations- und Erinnerungs-Abend statt.
Es wäre schön, wenn viele Menschen zu der Veranstaltung in die Gaststätte Strauß kämen.

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Verabschiedung des Haushalts / Stadt Hof

In der öffentlichen Stadtratssitzung am 19.3.2018 wurden die Haushaltssatzung, der Haushaltsplan, die Wirtschaftspläne und der Finanzplan für die Stadt Hof festgesetzt.
Dazu sprechen alle Fraktionen (Vorsitzende).
Anbei Auszüge aus meiner Haushaltsrede im Stadtrat.

1. Zur Innenstadt
Was uns seit langem in Atem hält:
Entwicklung unserer Innenstadt
Die Nachricht vom Kaufhof hat Hof geschockt. Schließen. Das ist leider eine eindeutige Aussage über Hof als Geschäfts-Standort.
Dazu die Entwicklung in der Ludwigstraße. Die Situation läuft aus dem Ruder, viel zu lange hieß es „Handel ist Wandel“, wir müssen das nicht weiter managen! Statt einer allumfassenden, aktiven strategischen Planung sehe ich Stückwerk. Der Markt allein wird es nicht regulieren. Die Investoren regeln nicht alles für uns. Die Stadt muss viel stärker selbst die Weichen stellen.
Für mich ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir uns ein paar ganz großen Fragen stellen müssen
Und da geht es nicht drum, wo steht der Kugelbrunnen, sondern um Schwerwiegenderes.
- Wie lange kann der Busbahnhof noch in der Luitpoldstraße bleiben, wo doch die Bismarckstraße, ein wichtiger Teil unserer Achse nach Norden, dadurch abgeschnürt wird?
- Wieviel Fläche braucht die Hofgalerie wirklich?
- Wie gelingt es, dass das Kaufhof-Gebäude ein Anziehungspunkt bleibt?
- Oder kann er doch noch gerettet werden? Haben Sie, Herr Oberbürgermeister bereits alles Erdenklich hierfür getan?
Damit komme ich auch auf unsere Forderungen nach einem professionellen Citymanagement zurück. Eine Einrichtung / eine Person, die sich ganz aktiv und mit voller Konzentration um Belebung der Leerstände und um die Entwicklung unserer Innenstadt kümmert.
DAS hat leider keinen Niederschlag in unserem Haushalt gefunden. Obwohl es fünf vor 12 ist. Vielleicht auch nach 12.
Dagegen kommt endlich etwas in Bewegung, was die Verbindung von Altstadt und Ludwigstraße angeht.
Wir hatten uns stark gemacht für die
- Anbindung der geplanten Hofgalerie an die Fußgängerzone und die Ludwigstraße durch Gestaltungs- (Wege/Verbindungen) und Infrastrukturmaßnahmen (Verkehrsmittel)
- und dafür, die Attraktivität der Ludwigstraße zu steigern

Das Programm Kernstadt 2020 weist in die richtige Richtung. Bislang ist es größtenteils noch eine Ideensammlung, die natürlich auch von den Stadträten gut durchgecheckt werden wird. Der Kugelbrunnen war jetzt der erste größere öffentliche Aufreger – ob die Verlegung wirklich so kommen soll, müssen wir schon noch gründlich überlegen.

Leerstände versus attraktive Innenstadt:
kein Thema, das nur die Einzelhändler oder Hausbesitzer
betrifft, sondern die gesamte Stadt
Bedauerlich ist es, dass die Stadt Hof nicht selbst das Geld aufbringt, um interessante und für die weitere Entwicklung relevante Flächen zu kaufen. Hätten wir die Filetstücke selbst in der Hand, wäre leichter sicherzustellen, dass Investoren sich eng an unseren Zielvorgaben orientieren. Denn in Hof sieht ja so aus, dass es oft gar keine klaren Zielvorgaben gibt, bis ein Investor kommt und einen Plan präsentiert. Das gilt für den ehemaligen Zentralkauf genauso wie für das hoftex-Gelände in der Schützenstraße.

Auf diesem und in der Fabrikzeile soll auf jeden Fall etwas entstehen, das auch modernen, barrierearmen Wohnraum in die Innenstadt bringt.
Diese Flächen waren jetzt beispielhaft dafür, wie Platz für ganz neue Angebote entsteht.

2. Zu Jugendhilfe
Es fehlen Kita-Plätze. Hof bräuchte eine Kita-Offensive.
Der Bedarf ist nicht mehr gedeckt und zwar in einem Ausmaß, das wirklich ernste Nebenwirkungen hat. Gerade den Vorschulkindern fehlen dann wichtige soziale und sprachliche Lernmöglichkeiten.
Und weil sich die Lage auch nicht so rasch durch Neueröffnungen entspannen wird, hat die SPD schon letztes Jahr gefordert, notfalls auf unkonventionelle Lösungen zu setzen und wirklich kurzfristig entsprechende Betreuungsangebote zu entwickeln. Was ist geschehen?
Auch hier Alles noch in der Wir-Reden-Drüber-Phase? !!

Kindergartenplätze für alle brauchen wir, egal ob die Eltern berufstätig sind, oder alleinerziehend zuhause, oder erst seit kurzem im Lande und selbst noch beim Sprache-Lernen.

Bei vielen Kindern in unserer Stadt sind auch die Chancen für ihre Entwicklung und Bildung beeinträchtigt.
Etwa jedes dritte Hofer Kind wächst in einer von Armut und damit oft verbundenen zusätzlichen Belastungen betroffenen Familie auf. Die Folgen von Armut ziehen sich über die gesamte Schul- und Ausbildungsbiografie bis hin ins Erwerbsleben.
Wir haben Mittel für eine kindbezogene Armutsprävention auf kommunaler Ebene gefordert.
Bis zur allerletzten Haushaltsberatung darum gerungen, wie am besten gewährleistet ist, dass wirklich neue Maßnahmen entwickelt werden.
Eine Kommune wie die Stadt Hof kann die Armut sicherlich nicht abschaffen, wohl aber ihre Auswirkungen auf die Kinder begrenzen bzw. lindern.
Gerade unser kommunale Rahmen bietet doch Möglichkeiten, Lebenslagen zu gestalten und Chancen zu verbessern.
Das kann mit Maßnahmen auf verschiedenen Eben geschehen: Zum einen geht es darum,
Kinder und Eltern in ihren Persönlichkeiten und in ihrem Handeln zu stärken (z.B. Frühe Hilfen, aufsuchende Arbeit oder Familienpaten) zum anderen darum, die Verhältnisse strukturell zu verändern (z.B. durch strategische Sozialplanung, armutssensible Kindergärten, Angebote in Familienzentren).

Ich kenne die Kosten, die für Jugendhilfe im Haushalt stehen.
Das meiste sind Pflichtausgaben.
Aber wichtig ist auch die Prävention. Etwas zu machen, bevor das Kind „in den Brunnengefallen ist“. So dass eben kein Heimaufenthalt nötig wird.

Für jeden im Rahmen der Jugendhilfe ausgegebenen Euro wird im weiteren Lebensverlauf das Dreifache an Mitteln entweder an staatlichen Ausgaben eingespart oder durch Steuer- und Wertschöpfung an zusätzlichen Einnahmen erzielt.
Aber hier zeigt sich auch schon das Dilemma: was wir als Stadt ermöglichen, fließt nicht automatisch in die Stadt zurück. Auch das ist ein Grund, weshalb Kosten für Kinderbetreuung, Jugend und Soziales stärker vom Bund finanziert werden müssten.

3. Integration
Die Ausländer von früher sind die Mitbürger von heute. Auch das gelang nicht von jetzt auf gleich.
Integration dauert, kennt auch Rückschläge,
sie erfordert einen langen Atem und Geduld.

Aufgabe Integration hat sich in Umbau eines Fachbereichs niedergeschlagen.
Neue Stellen, neue Räume wurden eingerichtet (Büro Karolinenstraße).
Und Aufgabe wird auch dank der großen Unterstützung von sozialen Einrichtungen und Ehrenamtlichen bewältigt. Es bewahrheitet sich, dass bei den Menschen, die
wissen, dass sie bleiben dürfen, die Bereitschaft viel ausgeprägter ist, sich zu integrieren, die deutsche Sprache zu erlernen und einen Beruf zu ergreifen, um ein selbständiges Leben führen zu können.

Einiges an Geschrei ist verstummt, an Aufregung verebbt, die meisten Probleme – das muss man ganz klar sagen – haben doch die Asylbewerber selbst: unsicherer Status, keine Arbeitserlaubnis, das angewiesen sein auf Hilfe. Bevor jemand sagt, denen geht es zu gut bei uns, möchte ich wissen: wer will tauschen?
Fazit zur Integration in Hof: Die Zeit spielt für uns, nämlich für diejenigen, die nicht Angst machen, sondern konstruktiv und nach vorne denken.

4. Tourismus
Aber auch aus erfreulicheren Motiven kommen Fremde in unsere Stadt: um etwas zu erleben, um zu genießen. Das Tourismuskonzept, mit dem wir unser gesamtes Angebot einer Inventur unterziehen, zeigt: es ist richtig, auch an den Themen Saaleradweg, Camping, Wohnmobilreisen dranzubleiben und daraus mit Natur und Kulinarik Pakete zu schnüren.
Auch hier gilt, genauso wie bei der Innenstadtentwicklung oder der Integration: wenn uns da ein guter Wurf gelingt, profitiert die Stadt als Ganzes davon, und damit alle Bürgerinnen und Bürger. Tourismus stärken – das machen wir für uns!
Wir haben Schönes und Sehenswertes in Hof, das bringen wir voran und stellen es nach außen nachvollziehbar und sympathisch dar, dabei hilft das Konzept und dahinter stehe ich.

5. Ausblick
Neben der positiven Darstellung unserer Stadt müssen wir Stadträte uns aber auch die Kritikfähigkeit bewahren. Wenn man die 4 kreisfreien Städte in Oberfranken in ihrer Entwicklung der Wirtschaftskraft und der Einwohnerzahlen
vergleicht, liegen wir doch ein beträchtliches Stück hinter den anderen zurück.
Artikel 3 der Bay. Verfassung fordert gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern.
Das kann uns nicht gleichgültig sein und da werden wir in den nächsten Jahren noch kräftig ackern müssen.
die mittelfristige Finanzplanung sieht nicht schlecht aus, doch ob die Haushalte der nächsten Jahre tatsächlich genehmigungsfähig sein werden, ist nicht gesichert. Ob die Lage halbwegs stabil bleibt, hängt unter andeem ab von den Gewerbesteuereinnahmen udn der Höhe der Schlüsselzuweisungen.

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SPD fordert Antrags-Management

Wir verlangen die Einführung eines Antrags-Managements für die aus der Mitte des Stadtrats gestellten Anträge. Dieses soll ins Ratsinformationssystem integriert werden. Neben dem Wortlaut des Antrags müssen die Stellungnahme der Verwaltung, die Beratungsfolge und die Abstimmung über den Antrag sichtbar sein. Dies soll auch für alle Bürgerinnen und Bürger im Stadtratsinfoportal auf der Homepage der Stadt Hof öffentlich einsehbar sein.

Das Recht Anträge zu stellen, ist ein hohes Gut des Stadtrats. Wiederholt ist es vorgekommen, dass Anträge lediglich auf Nachfrage des Antragstellers, zu spät (nach Ablauf der in der Geschäftsordnung festgelegten Frist) oder in einem nichtöffentlich tagenden Beirat bzw. Ausschuss behandelt wurden. Auch dies widerspricht der Geschäftsordnung des Hofer Stadtrates. Anträge müssen im Stadtrat oder in einem seiner Ausschüsse im öffentlichen Teil behandelt werden (§ 26 der Geschäftsordnung des Hofer Stadtrates).

Um die Behandlung der Anträge für alle Mitglieder des Stadtrates nachvollziehbar zu machen und in Zukunft den Bürgerinnen und Bürgern ein transparentes Verfahren zur Verfügung zu stellen, durch das immer eindeutig erkennbar ist, wie mit Anträgen verfahren wurde und was Beschlusslage ist, erachten wir die Einführung eines Antrags-Managements für den Hofer Stadtrat – wie es in anderen Städten üblich ist – als dringend geboten und unumgänglich.

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Hört endlich auf, von „sozial Schwachen“ zu reden!

Es gibt eine Menge arme Menschen bei uns. Sie haben gerade mal genug zum Leben, oder zu wenig, oder hohe Schulden. Sie sind arbeitslos, in Rente oder wurschteln sich mit mies bezahlten Jobs durch. Sie sind arm. Mir geht die Hutschnur hoch, wenn ich höre, wie diese Menschen permanent als „sozial schwach“ bezeichnet werden. Vielleicht ist ihr Kontostand verdammt schwach. Aber sicher nicht automatisch ihre gesamte Persönlichkeit.
Genau das steckt nämlich in sozial schwach. Sozial schwach sind Menschen, mit denen man nicht gut zusammenleben kann. Die sich nicht an gesellschaftliche Regeln halten, die keine Rücksicht nehmen auf andere, die Schwächeren Angst einjagen. Kurzum, wer sozial schwach ist, dem mangelt es an Fürsorge, Hilfsbereitschaft und der Fähigkeit, ans Gemeinwohl zu denken.
Aus meiner Sicht trifft das zu auf Menschen, die Kollegen mobben, die auf der Autobahn rasen und Menschenleben gefährden, auf Steuerbetrüger, aggressive Zeitgenossen oder einfach furchtbar egoistische Leute.
Wird man so, nur weil man kaum Geld hat? Wohl kaum! Auch arme Menschen verhalten sich sozial.
Also bitte hört auf, Familien mit wenig Geld als sozial schwach zu beleidigen. Mit dem Begriff werden viele anständige Menschen herabgesetzt.
Ich wünsche mir, dass diese unbedachte Feindseligkeit ein Ende hat. Vielleicht bietet das Fest des Friedens und der Liebe einen passenden Anlass dafür?

Ihnen wünsche ich: Frohe Weihnachten und alles Gute für das Jahr 2018: Glück, Gesundheit und Gottes Segen.

PS: War diese Familie da im Stall eigentlich auch sozial schwach?

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Startschuss für den Landtags- und Bezirkstags-Wahlkampf

Die Delegierten unseres Wahlkreises für Stadt und Landkreis Hof haben vier Kandidaten/innen für die Wahlen im September 2018 aufgestellt. Nominiert wurden Klaus Adelt (Direktkandidat Landtag), Jörg Mielentz (Listenkandidat Landtag), Christian Zuber (Direktkandidat Bezirkstag) und ich (Listenkandidatin Bezirkstag). Für uns alle steht im Vordergrund, unseren Landtagsabgeordneten Klaus Adelt dabei zu unterstützen, wieder in den Landtag einzuziehen. Wir NominierungDez17ameinen: Er hat auch Chancen, das Direktmandat hier zu holen! Unsere Delegierten haben ihn bei der Nominierungskonferenz mit einem Traumergebnis von 100 Prozent ins Rennen geschickt.

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Stadt Hof soll Folgen der Kinderarmut bekämpfen – wir streiten für ein Zukunftspaket

Seit langem sorgt die Kinderarmut in unserer Stadt für Schlagzeilen. Wir als SPD wollen nicht darüber reden, sondern etwas gegen die traurigen Folgen tun.
Hof gehört bayernweit zu den traurigen Spitzenreitern in puncto Kinderarmut. Etwa jedes dritte Hofer Kind wächst in einer von Armut und damit oft verbundenen zusätzlichen Belastungen betroffenen Familie auf. Arbeitslose und alleinerziehende Eltern haben die höchsten Armutsrisiken.
Viele der Kinder leben über Jahre in verfestigten armen Verhältnissen. Das beeinträchtigt ihre Entwicklungs- und Bildungschancen: Die Folgen von Armut ziehen sich über die gesamte Schul- und Ausbildungsbiografie bis hin ins Erwerbsleben. Dazu sei auch auf die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung „Kinderarmut als Dauerzustand“ verwiesen.
Eine Kommune wie die Stadt Hof kann die Armut sicherlich nicht abschaffen, wohl aber ihre Folgen begrenzen bzw. lindern.
Darum halten wir eine kindbezogene Armutsprävention auf kommunaler Ebene für drin-gend geboten. Und da besondere Herausforderungen besonderen Einsatz erfordern, sollen hierfür 70.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Der zuständige Fachbereich 50 arbeitet bereits an Konzepten, die ab Sommer mit Hilfe dieser Mittel umgesetzt werden können. Was wir brauchen, ist ein Zukunftspaket für die Kinder, die einen steinigen Weg vor sich haben.

Gerade der kommunale Rahmen bietet Möglichkeiten, Lebenslagen zu gestalten und Teilhabechancen zu verbessern.
Unser Ziel ist es, die Chancengleichheit von armen Kindern in unserer Stadt zu erhöhen. Das kann mit Maßnahmen auf verschiedenen Eben geschehen: Zum einen geht es darum,
Kinder und Eltern in ihren Persönlichkeiten und in ihrem Handeln zu stärken (z.B. Frühe Hil-fen, aufsuchende Arbeit, Familienpaten, entprivatisierte Nachhilfe), zum anderen darum, die Verhältnisse strukturell zu verändern (z.B. durch strategische Sozialplanung, Wahrnehmungs-und Präventionsketten, armutssensible Kindergärten, Angebote in Familienzentren).
Manches ist schon vorhanden und müsste erweitert werden, anderes sollte ggf. neu in Angriff genommen werden.

Für jeden im Rahmen der Jugendhilfe ausgegebenen Euro wird im weiteren Lebensverlauf das Dreifache an Mitteln entweder an staatlichen Ausgaben eingespart oder durch Steuer- und Wertschöpfung an zusätzlichen Einnahmen erzielt.
Diese Investitionen für die jüngsten Bürgerinnen und Bürger einer Stadt sind nicht hoch genug einzuschätzen, da mit ihnen die Zukunft gestaltet wird.

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Zeit zu handeln – Vortrag über Stadtentwicklung am 16.11.

Im Herzen unserer Stadt befindet sich heute die Großbaustelle für ein neues Einkaufszentrum – die Hof-Galerie am Strauß. Nur 300 Meter entfernt wird künftig wohl nicht mehr der Kaufhof die Altstadt prägen, sondern ein Hotel. Die Gewichte, die Kundenströme und damit Belebung und Umsatz verlagern sich. Die Zukunft unserer Innenstadt ist eine große Baustelle – auch was die planerischen Herausforderungen angeht. Um dafür möglichst viele Kräfte zu bündeln, lädt die SPD Hof am Donnerstag, 16. November zu einem Zukunftsgespräch in den Königssaal des Hauptbahnhofes ein. Unter dem Titel „Die Hof-Galerie kommt – Zeit zu handeln!“ wird es um die Entwicklung der Innenstadt, um neue Risiken und Chancen gehen.
Der SPD-Kreisverband Hof-Stadt holt hierzu als Fachmann Michael Gerber, den ersten stv. Bundesvorsitzenden der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd e.V.), nach Hof. Er wird aufzeigen, wie die Chancen und Risiken der neuen Entwicklungen als Auftrag zum gemeinsamen Handeln angenommen werden können.
„Die Frage, wie aus dem neuen Zentrum am Strauß und den bestehenden Einkaufsstraßen eine funktionierende Einheit wird, ist noch nicht beantwortet. Sie muss bearbeitet werden – und zwar deutlich bevor die Hof-Galerie öffnet. Daher machen wir es jetzt zum Thema, wie die Gesamtentwicklung gestaltet werden könnte“, erklärt Eva Döhla.
„Da uns ein öffentlicher Diskurs mit betroffenen Akteuren und interessierten Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt, firmiert auch diese Veranstaltung unter den “Hofer Zukunftsgesprächen”, betont Jörg Mielentz. „Wir wollen sensibilisieren und viele zum Mitdenken einladen.“
Der Referent wird Beispiele für Strategien aufzeigen, wie sie andere Städte in Zusammenhang mit ähnlichen Großprojekten entwickelt haben. Es wird um die Folgen und um die Möglichkeiten der Steuerung gehen und darum, welche Strategie sich für Hof aufgrund der vorhandenen Anregungen, Fragen oder auch Bedenken abzeichnen könnte.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Königsaal. Alle Interessierten sind eingeladen.

Link zur Veranstaltung am 16.11./Flyer

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Hof hat Übernachtungsgästen etwas zu bieten

Frischen Wind in Sachen Jugendherberge, das wünscht sich unsere Stadtratsfraktion.
Wir haben angeregt, mit dem Deutschen Jugendherbergswerk Gespräche über eine neue Jugendherberge in der Stadt Hof zu führen.

Denn die in die Jahre gekommene Herberge in der Beethovenstraße ist nicht mehr zeitgemäß. Sie ist nicht barrierefrei und liegt weit weg von der Innenstadt, dem Bahnhof oder markanten touristischen Einrichtungen. Darüber hinaus ist schlecht an den ÖPNV angebunden. In Bayreuth wurde in diesem Jahr eine neue, moderne, barrierfreie und integrative Jugendherberge ihrer Bestimmung übergeben (siehe www.jugendherberge-bayreuth.de). Sie ist mit der heutzutage Standardkategorisierung IV für eine hochwertige Gesamtausstattung, gehobenem Komfort sowie moderner Einrichtung klassifiziert und ein Vorzeigeobjekt nicht nur äußerlich sondern auch städtebaulich. Areale wie in der Fabrikzeile, am Untreusee oder an anderer Stelle gäben einer neuen Jugendherberge den heutzutage nötigen Raum für Unter-kunft sowie Freizeitsportflächen und damit großes Potential für die Stadt und die Region.

Dies ist mittlerweile auch deshalb notwendig, weil Jugendherbergen den Charme als Ziel für Schulklassen bei deren Ausflügen verlassen haben. Im Gegenteil, gerade auch unter Normal- und Gruppenreisenden sowie vor allem unter Familien erfreuen sich Jugendherbergen und Jugendherbergsurlaub immer größerer Beliebtheit.

Da Hof mit seiner Lage zwischen Frankenwald und Fichtelgebirge geradezu prädestiniert ist als Ausgangspunkt für Tagesausflüge im Urlaub, ist es an der Zeit auch in Hof eine zeitgerechte Jugendherberge anbieten zu können.

Die Initiative sollte die Stadt Hof ergreifen. Wir fordern die Ausschreibung eines Neubaus (vgl. Bayreuth 2011) durch die Stadt Hof. Wir können uns auch vorstellen, dass nicht nur das Deutsche Jugendherbergswerk vertreten durch den Landesverband Bayern, sondern vielleicht auch andere Betreiber (bspw. die österreichische Jugend- und Familiengästehäuser Holding GmbH kurz Jufa aus Salzburg) Interesse an dem Betrieb einer Jugendherberge zeigen und Konzepte vorlegen.

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Potenziale des Wohnmobil-Tourismus nutzen

Reinhard Walther, Jörg Mielentz, Eva Döhla, Manfred Möckel und Claudia Plaum (von links)  ließen sich von Bürgermeister Florian Leupold erklären, wie der Wohnmobilstellplatz läuft und in welchem Zusammenhang er mit dem geplanten Naherholungsgebiet zu sehen ist.

Reinhard Walther, Jörg Mielentz, Eva Döhla, Manfred Möckel und Claudia Plaum (von links) ließen sich von Bürgermeister Florian Leupold erklären, wie der Wohnmobilstellplatz läuft und in welchem Zusammenhang er mit dem geplanten Naherholungsgebiet zu sehen ist.

Was brauchen Wohnmobil-Touristen? Welche Anlagen sind am Stellplatz sinnvoll? Wie lässt sich die Umgebung auch für die Anwohner attraktiv gestalten und was bringen sie eigentlich der Stadt? Um diese und ähnliche Fragen ging es bei einem gemeinsamen Ortstermin von SPD-Stadträten in Marktleuthen. Aus Hof nahmen die Fraktionsvorsitzende Eva Döhla sowie Stadtrat und Kreisvorsitzender Jörg Mielentz teil, aus Schwarzenbach an der Saale waren die Kreisrätin Claudia Plaum sowie Manfred Möckel und Reinhard Walther dabei.
In den Egerauen begutachteten sie Lage und Ausstattung der zehn Plätze. Etwa 1800 Besu-cher lockt der Platz jährlich in den Ort. Für Dusche und WLAN entrichten sie eine Gebühr, der Rest basiert auf Spenden. Allein durch die freiwilligen Gaben kann ein Teilzeit-Mitarbeiter finanziert werden. Es gibt einen Grillplatz, Sitzgelegenheiten und einen sehr beliebten Wasser-spielplatz, dessen Lauf direkt in das flache Ufer der Eger mündet – ideal, um sich im Sommer gefahrlos zu erfrischen.
Sowohl in Hof als auch in Schwarzenbach an der Saale setzt sich die örtliche SPD für eine Verbesserung der Wohnmobil-Infrastruktur ein. „Wir sehen darin Chancen, uns offen und gastfreundlich zu zeigen und touristische Potenziale zeitgemäß zu nutzen. Wie das Beispiel von Marktleuthen zeigt, profitieren auch Einheimische von der gepflegten Gesamtanlage. Nicht zuletzt bringt ein gutes Angebot den ansässigen Geschäften und der Gastronomie Kundschaft“, sind sich Eva Döhla und Claudia Plaum einig.
Der Marktleuthener Bürgermeister Florian Leupold zeigt den Besuchern, wie die Egerauen in den letzten Jahren aufgewertet wurden. Der Stellplatz entstand im Jahr 2009 mit Mitteln aus dem Stadtumbau. Im nächsten Jahr wird die Umgebung weiter ausgebaut zu einem modernen Naherholungsgebiet.
Die SPD-Fraktion Hof hat zu dem Thema im Juli einen Antrag verfasst:
https://spd-hof.de/politik/antraege/verbesserung-der-wohnmobil-infrastruktur-in-hof/

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