Potenziale des Wohnmobil-Tourismus nutzen

Reinhard Walther, Jörg Mielentz, Eva Döhla, Manfred Möckel und Claudia Plaum (von links)  ließen sich von Bürgermeister Florian Leupold erklären, wie der Wohnmobilstellplatz läuft und in welchem Zusammenhang er mit dem geplanten Naherholungsgebiet zu sehen ist.

Reinhard Walther, Jörg Mielentz, Eva Döhla, Manfred Möckel und Claudia Plaum (von links) ließen sich von Bürgermeister Florian Leupold erklären, wie der Wohnmobilstellplatz läuft und in welchem Zusammenhang er mit dem geplanten Naherholungsgebiet zu sehen ist.

Was brauchen Wohnmobil-Touristen? Welche Anlagen sind am Stellplatz sinnvoll? Wie lässt sich die Umgebung auch für die Anwohner attraktiv gestalten und was bringen sie eigentlich der Stadt? Um diese und ähnliche Fragen ging es bei einem gemeinsamen Ortstermin von SPD-Stadträten in Marktleuthen. Aus Hof nahmen die Fraktionsvorsitzende Eva Döhla sowie Stadtrat und Kreisvorsitzender Jörg Mielentz teil, aus Schwarzenbach an der Saale waren die Kreisrätin Claudia Plaum sowie Manfred Möckel und Reinhard Walther dabei.
In den Egerauen begutachteten sie Lage und Ausstattung der zehn Plätze. Etwa 1800 Besu-cher lockt der Platz jährlich in den Ort. Für Dusche und WLAN entrichten sie eine Gebühr, der Rest basiert auf Spenden. Allein durch die freiwilligen Gaben kann ein Teilzeit-Mitarbeiter finanziert werden. Es gibt einen Grillplatz, Sitzgelegenheiten und einen sehr beliebten Wasser-spielplatz, dessen Lauf direkt in das flache Ufer der Eger mündet – ideal, um sich im Sommer gefahrlos zu erfrischen.
Sowohl in Hof als auch in Schwarzenbach an der Saale setzt sich die örtliche SPD für eine Verbesserung der Wohnmobil-Infrastruktur ein. „Wir sehen darin Chancen, uns offen und gastfreundlich zu zeigen und touristische Potenziale zeitgemäß zu nutzen. Wie das Beispiel von Marktleuthen zeigt, profitieren auch Einheimische von der gepflegten Gesamtanlage. Nicht zuletzt bringt ein gutes Angebot den ansässigen Geschäften und der Gastronomie Kundschaft“, sind sich Eva Döhla und Claudia Plaum einig.
Der Marktleuthener Bürgermeister Florian Leupold zeigt den Besuchern, wie die Egerauen in den letzten Jahren aufgewertet wurden. Der Stellplatz entstand im Jahr 2009 mit Mitteln aus dem Stadtumbau. Im nächsten Jahr wird die Umgebung weiter ausgebaut zu einem modernen Naherholungsgebiet.
Die SPD-Fraktion Hof hat zu dem Thema im Juli einen Antrag verfasst:
https://spd-hof.de/politik/antraege/verbesserung-der-wohnmobil-infrastruktur-in-hof/

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Hoher Zuzug erfordert Handeln statt Klagen

Die SPD-Stadtratsfraktion fordert, die gewaltigen Aufgaben, die auf die Stadt durch den Zuzug zahlreicher anerkannter Asylbewerber zukommen, endlich anzupacken. Die Zahlen und Herausforderungen sind der Stadtverwaltung, und an deren Spitze dem Oberbürgermeister seit Monaten bekannt.
Die Fraktion stellt dazu fest:
„Doch noch immer ist kein Plan erkennbar, kein Konzept, wie deren Integration gesteuert und gefördert werden soll. Allein mit einer Situationsbeschreibung sind wir keinen Schritt weiter. Der Zustrom mit seinen Folgen wird beklagt. Doch herrscht noch immer Ratlosigkeit, was zu tun sein könnte. Anstatt zu jammern und Unsicherheit zu verbreiten muss gehandelt werden. Durch nichts als aufgeschrecktes Zitieren aus Statistiken ist keinem geholfen, weder den Hoferinnen und Hofern, noch den Zugezogenen.
Den weiteren Zuzug zu beschränken und für eine gerechte Verteilung zu kämpfen ist die eine wichtige Sache. Die andere, langwierigere Aufgabe besteht darin, die bereits Angekommenen gesellschaftlich zu integrieren.

Die Stadtratsfraktion der SPD Hof

Die Stadtratsfraktion der SPD Hof


Das beginnt im Kleinkindalter und reicht bis zum Erwerbsleben.
1. Müssen diese Familien engmaschig begleitet werden, damit die Kinder frühestmöglich Deutsch lernen und fit für den Schulbesuch werden. Wenn die Kita-Plätze für diese Zielgrup-pe nicht reichen, müssen kurzfristig andere Betreuungs- und Bildungsangebote entwickelt oder bestehende erweitert werden.
2. Geht es darum, den Übergang von Schule zur beruflichen Ausbildung zu gestalten: Leerlauf im Lebenslauf vermeiden und junge Leute ausbildungsfähig machen. Wir brauchen sie als Arbeitskräfte, können aber nicht dasselbe voraussetzen wie bei dem Durchschnitts-Schulabgänger.
3. Erwachsenen anerkannten Asylbewerbern mit allen Mitteln ordentliche Deutschkenntnisse vermitteln und in Arbeit bringen.
4. Erinnern wir ausdrücklich daran, dass sich auch Menschen abgehängt fühlen, die von Ge-burt an oder seit langem schon in Hof zuhause sind, seien es beispielsweise Erwerblose, von Altersarmut betroffene oder manche Alleinerziehende. Für sie Chancen herzustellen, sie zu beteiligen und ihnen Perspektiven zu geben, ist auch Aufgabe der Stadt

Dass es mit diesen Punkten alleine gesellschaftlich noch nicht getan ist und dass dies auch einen hohen Aufwand an Organisation, Ressourcen, Personal erfordert, liegt auf der Hand. Die Integration wird es nicht zum Nulltarif geben.
Der Oberbürgermeister sitzt in vielen Gremien, gehört dem Städtetag an, hat einen Runden Tisch einberufen – doch was hat er bislang daraus gemacht? Nach der Problemanzeige geht es jetzt darum, dass er seiner Verantwortung nachkommt und eine Perspektive aufzeigt.”

Eva Döhla, Vorsitzende der SPD-Fraktion, fasst zusammen: „Wir wollen keine Parallelgesellschaft. Verhindern lässt sich das nur, wenn mit klaren Konzepten gearbeitet wird. Davon ist seitens der Stadt nicht viel zu spüren. Wir fordern, dass hier die kommunalpolitische Arbeit aufgenommen wird und sichern unsere Unterstützung zu, wenn es darum geht, in der Stadt sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen und Haushaltsmittel bereitzustellen.“

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Kinderarmut vor Ort bekämpfen

In Sachen Kinderarmut hat Hof vor nicht allzu langer Zeit für unrühmliche Schlagzeilen gesorgt. Viele Kinder wachsen in Verhältnissen auf, die ihre Chancen im Leben deutlich mindern. Die Hofer SPD nimmt dies zum Anlass für eine Veranstaltung mit einem ausgewiesenen Experten zum Thema. Am Donnerstag, 29. Juni ist Professor Dr. Ronald Lutz von der Hochschule Erfurt zu Gast im Hof. Unter dem Titel „Arme Stadt – arme Kinder!?“ wird er erläutern, wie man vor Ort mit Kinderarmut umgehen kann und was gegen Benachteiligung und Ausgrenzung unternommen werden kann.

Eingeladen hat ihn Eva Döhla vom SPD-Kreisverband Hof Stadt. „Die ganz persönlichen Zukunftsaussichten von Kindern hängen gerade in Deutschland besonders stark vom Elternhaus ab. Wie kann man diesen Kindern am besten helfen, aus der Armut herauszukommen? Was kann in einer Kommune vor Ort konkret unternommen werden, damit auch Kinder aus armen Familien schulisch, beruflich und gesellschaftlich richtig Fuß fassen? Diese Fragen beschäftigen uns“, sagt die stellvertretende Kreisvorsitzende. Man wolle hören, welche Erfahrungen andernorts im Kampf gegen Kinderarmut gemacht würden und was sich daraus für Hof lernen lasse. „Wir haben den Vortrag unter das Motto “Zukunftsgespräch” gestellt, da es sich um ein zentrales soziales Zukunftsthema für unsere Stadt handelt. Wir wollen einen Impuls geben, der auch politisch wirksam werden kann“, so die Organisatorin.
Der Vortrag „Arme Stadt – arme Kinder!?“ findet am Donnerstag, 29. Juni im Gemeindehaus St. Lorenz in Hof statt und beginnt um 18.00 Uhr. Die Veranstaltung dauert etwa eineinhalb Stunden und steht allen Interessierten offen.

Info: Prof. Dr. Ronald Lutz lehrt und forscht an der Fachhochschule Erfurt im Fachbereich Menschen in besonderen Lebenslagen. Zu seinen zentralen Lehr- und Arbeitsgebieten gehören unter anderem Soziale Problemlagen, Soziale Benachteiligung und Ungleichheit, Ausgrenzungsprozesse – historische Zugänge und aktuelle Fragestellungen Armut und Reichtum, Armuts- und Sozialberichterstattung, Sozialplanung und Stadtentwicklung. In seinem Buch „Erschöpfte Familien“ erklärt er, warum es eine steigende Zahl von Familien gibt, die mit ihrem Alltag nicht klar kommen.

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Antrag auf Stärkung unserer Ludwigstraße und Fußgängerzone

Die SPD-Fraktion beantragt, das Entwicklungskonzept für die Hofer Fußgängerzone und die Ludwigstraße an die neuen Gegebenheiten anzupassen.
Mit dem Abriss und Neubau am Ort des Zentralkaufs wird es zu spürbaren Verschiebungen auf unserer Haupt-Einkaufsachse kommen. Zum einen stellen die Verkehrsführung und Parksituation während der Bauarbeiten neue Herausforderungen, zum anderen wird die Kaufkraft verlagert, sobald die Hof-Galerie eröffnet.
Diese Auswirkungen müssen frühzeitig Gegenstand einer wohlbedachten Planung werden. Es geht darum, die Ludwigstraße, Karolinenstraße und die Altstadt nicht von der Entwicklung abzuhängen, sondern für die Zukunft in ihrer Attraktivität zu stärken. Einkaufen und Dienst-leistungen, Arbeiten, Freizeit und Wohnen sollen dort auch künftig in einer guten Mischung für Lebenswert sorgen.
Deshalb fordern wir eine gezielte Stärkung unserer beliebten und bewährten Einkaufsstraßen.

Die SPD-Fraktion fordert die Stadtverwaltung auf
- Einen Sachstandsbericht aller dahin ausgerichteten Maßnahmen zu liefern
- Ein Konzept zur Stärkung und Bewahrung unserer Einkaufsstraßen vorzustellen
Eva Döhla und Dr. Jürgen Adelt, 1. Juni 2017

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Wir fordern Transparenz statt Alleingang

Informationsverhalten des Oberbürgermeisters

HOF

Die SPD-Stadtratsfraktion kritisiert das Informationsverhalten des Oberbürgermeisters Dr. Harald Fichtner bezüglich des Rathausanbaus. Sämtliche Stadträte erfuhren am 30. Mai aus der Presse, dass sich der Baubeginn auf 2018 verschieben werde.
„Es ist nicht das erste Mal, dass mit diesem Gebaren die von den Bürgerinnen und Bürgern gewählten Vertreter außen vor gelassen werden. Wieder einmal wird im Alleingang gehandelt. Den Start wichtiger Projekt am Stadtrat vorbei umzuplanen und die Entscheidungsträger nicht einmal in den Ausschüssen in Kenntnis zu setzen, ist aus unserer Sicht unmöglich.“
Die SPD-Fraktion ist verärgert über diesen Stil und hat beschlossen, diese Sache nicht auf sich beruhen lassen.
Eva Döhla, Vorsitzende der SPD-Fraktion, fasst zusammen: „Wir fordern eine bessere, schnellere und direkte Information unserer Vertreterinnen und Vertreter in den Gremien. Wir wollen Transparenz statt Geheimniskrämerei hinter den Kulissen.“

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Mit Denken + Mit Gefühl

Das ist mein Motto für die kommenden drei Jahre als Fraktionsvorsitzende der SPD im Hofer Stadtrat. Mein neues Amt werde ich sachorientiert und zugleich empathisch angehen: Gute Politik vor Ort orientiert sich an der Realität und schafft es, sich in die Lage sehr unterschieldicher Beteiligter hineinzuversetzen.
Was habe ich vor?
Ziel ist immer eine freundliche Stadt, in der Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Lernen, Sport und Kultur und das dazu nötige von Ort-zu-Ort-kommen für Junge und Alte gut möglich ist, in der nicht nur rücksichtsvoll, sondern aufmerksam mit Schwächeren umgegangen wird, in der jeder gute Chancen hat, dazuzugehören.
Welche Schwerpunkte werde ich verfolgen?
Stadtentwicklung und Entwicklung des gesellschaftlichen Miteinanders (“besser miteinander”, mein Slogan von 2012 – ein Slogan, der noch immer gültig ist!) zum Wohle aller, nicht im Sinne von Klientelpolitik.
Was steht an?
Innenstadt-Entwicklung: Die Diskussion um Investition in der Schützenstraße und Spekulationen über die Zukunft des E-Centers zeigen, dass hier an empfindlichen Stellen operiert wird. Beides hat Auswirkungen auf unsere Altstadt, Ludwig- und Lorenzstraße. Die SPD wird sich dafür stark machen, dass unsere traditionellen Einkaufsstraßen nicht abgehängt werden. Wir müssen und jetzt ganz intensiv darum kümmern, dass diese ihre Anziehungskraft behalten.
Welche Probleme gibt es?
Leerstände, Arbeitslosigkeit steigt wieder, abgehängte Kinder und ganze Familien (Bildungs- und Zukunftschancen hängen ab von familiärer Herkunft, finanzieller Situation!), Einwohnerentwicklung (Alter, Migration).
Kinderarmut, Altersarmut, Arbeitslosigkeit: Die Stadt hat eine eigene sozialpolitische Verantwortung!
Die Themenpalette ist breit, es gibt genug zu tun.
Ich freu´ mich drauf.
Mit Denken + Mit Gefühl, so wird´s gute Politik.

Die Fraktion der Hofer SPD im Rathaus.

Die Fraktion der Hofer SPD im Rathaus.

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Ihr seid die Zukunft unserer Stadt – alle.

Warum Hof sich Ziele setzen muss, um gegen Kinderarmut vorzugehen.

„Man tut ja schon, was man kann.“ „Für Jugendhilfe wird eh so viel Geld
ausgegeben“. Solche und ähnliche Kommentare bekommt man bei Diskussionen
im Rathaus zu hören, wenn es um Kinderarmut geht. Es ist ein unangenehmes
Thema für die Stadt Hof. Im bayernweiten Vergleich führt Hof gemeinsam mit
Nürnberg und Schweinfurt die Negativtabelle an: Jedes fünfte Kind in Hof wächst
bei uns in armen Verhältnissen auf. Sozialverbände schätzen den wirklichen
Anteil noch höher, weil der Bezug von Sozialleistungen nicht das einzige
Kriterium für Armut ist: Viele Eltern schlagen sich mit einem geringen Einkommen
mehr schlecht als recht durch, ohne „offiziell“ als arm zu gelten.
Die Zahl benachteiligter Kinder pendelt sich auf einem skandalös hohen Niveau
ein. Die Ursache oder gar Schuld hierfür brauchen wir nicht in Hof zu suchen. Das
ist die eine Nachricht. Die andere Botschaft lautet: Wir vor Ort tragen allerdings
die Verantwortung, wenn wir das Problem nicht anpacken, wenn es weiterhin
heißt „wir tun ja schon so viel“, wenn sich niemand zum Handeln aufgerufen
fühlt.
Materielle Armut ist ein Haupt-Risikofaktor für die Entwicklung von Kindern. Der
Mangel schränkt ihre Bildungschancen ein, belastet ihre Gesundheit, beschneidet
sie in der Teilhabe an Kultur und Gesellschaft. Nun kann eine Stadt wie Hof diese
Armut leider nicht beseitigen, indem sie jeder Familie 1000 Euro mehr pro Monat
auszahlt. Die finanzielle Absicherung ist Aufgabe der Bundespolitik. Trotzdem
entscheidet sich in der Kommune, im direkten Lebensumfeld eines Kindes, wie es
aufwächst, was es mitnimmt, ob es gut gerüstet wird für die Zukunft. Für seine
eigene Zukunft und letztlich auch für die unserer Stadt. Denn auch von diesen
Kindern hängt eines Tages ab, was aus unserer Stadt wird.
Also werden wir nicht die Armut abschaffen können, aber ihre Folgen für die
Chancen der Kinder abmildern. Und hier muss die Stadt Hof sich Ziele setzen.
Dass Kinder weniger ausgegrenzt und gesellschaftlich oder bei der Bildung
abgehängt werden, lässt sich sehr wohl vor Ort beeinflussen. Das zeigen
erfolgreiche einzelne Ansätze und Initiativen wie sie die EJSA, die Hofer
Schulbegleitung, oder Spenden zugunsten der Schulverpflegung verfolgen. Auch
die Kulturloge, über die ab Frühjahr 2017 bedürftige Familien kostenlose
Eintrittskarten erhalten können, stellt einen wichtigen Schritt in Richtung
besserer gesellschaftlicher Teilhabe dar.
Wichtig ist es darüber hinaus, viele Kinder direkt zu erreichen, ohne den Filter
über ihre Eltern. Hier besteht noch Handlungsbedarf. Auch sind es oft
naheliegende Dinge, die helfen: Schwimmkurse organisieren, gesunde Mahlzeiten
anbieten, Ausflüge ermöglichen, Mitgliedschaften in Vereinen sponsern. Über die
Schule erreicht man alle Kinder. Jede Stadt muss hier ihren eigenen Weg finden
und prüfen, was im vorhandenen Angebot fehlt. Dann kann man nicht nur die
Folgen mildern, sondern auch präventiv etwas erreichen.
Und genau dafür muss man sich Ziele setzen und ein abgestimmtes Vorgehen
entwickeln – mit möglichst vielen Beteiligten. Am Ende könnte ein eigenes,
maßgeschneidertes Handlungskonzept stehen. All das lässt sich sicher nicht in
einer Sitzung oder an einem Diskussionsabend umsetzen. Es steckt viel Arbeit
darin und ich möchte nun fragen: Wer macht mit?

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Bürger vor Ort: Besuch bei “Die Gruppe Jugendhilfe”

Intensive soziale Arbeit für inzwischen ganz unterschiedliche Zielgruppen leistet „Die Gruppe Jugendhilfe“: Sie vermittelt gemeinnützige Arbeitsstunden, sie betreut junge Flüchtlinge, sie kümmert sich um Täter-Opfer-Ausgleich und ist mit vielem mehr für Menschen im Alter von 14 bis über 70 da.
Der SPD-Ortsverein Hof Mitte hat im Rahmen eines „Bürger-vor-Ort“- Termins zum Gespräch über diese herausfordernde Arbeit eingeladen. In den Räumen des Jugendhilfeträgers am Saalleitenweg informierte der Geschäftsführer Armin Schmid seine Gäste über die aktuellen Entwicklungen.
Sehr umfangreich stellt sich nach wie vor die Vermittlung von gemeinnützigen Arbeitsstunden für Jugendliche/ Heranwachsende dar. Mit den Übernahmen aus 2014 wurden letztes Jahr insgesamt 363 Fälle durch die Stundenbörse betreut, was einen leichten Anstieg der gesamten Fälle im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
„Es ist so, dass die Gesamtzahl der Klienten konstant bis leicht zunehmend ist, jedoch der Betreuungsaufwand pro Klient steigt. Denn die Problemlagen der Jugendlichen und Heranwachsenden sind vielschichtiger geworden: Drogenkonsum, Obdachlosigkeit, Schulden und Arbeitslosigkeit gehen eine oft unheilvolle Verbindung miteinander ein“, erklärte Armin Schmid. Verhaltensänderungen seien aufgrund des höheren Alters, in dem die Jugendlichen kämen, schwieriger zu erreichen.
Vor gut einem Jahr wurde „Die Gruppe“ durch den Bereich ambulantes Wohnen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge erweitert. In intensiver pädagogischer Arbeit erhalten die Jugendlichen Hilfe dabei, in Deutschland Fuß zu fassen und Teil unserer Gesellschaft zu werden. „Die meisten dieser Jugendlichen kommen Afghanistan und sind sehr lernhungrig. Manche schlafen abends auf den Büchern ein“, erzählt Schmid. Ihre Bleibechancen seien unsicher.
Schmid gab den Gästen einen umfassenden Überblick über die Aufgaben der „Gruppe Jugendhilfe“ und interessante Antworten auf ihre Fragen. Die Ortsvereinsvorsitzende Eva Döhla bedankte sich für die Einblicke, die man so in die Präventionsarbeit und die Jugendhilfe erhalten habe. Die Gruppe leiste einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung und Prävention von Jugendkriminalität, so ihr Fazit. Aus dem Benefizbrunch des Ortsvereins im Oktober gab es einen dreistelligen Erlös zugunsten dieses Angebots. Die Vorstandsmitglieder des Ortsvereins überreichten Armin Schmid 300 Euro für „Die Gruppe“.

Der SPD-Ortsverein Hof Mitte überreichte 300 Euro.

Der SPD-Ortsverein Hof Mitte überreichte 300 Euro.

Bildtext:
Eine Spende in Höhe von 300 Euro überreichte der SPD-Ortsverein an „Die Gruppe Jugendhilfe“. Der Betrag war beim Benefizbruch erzielt worden. Von links: Luca Scheuring, Christa Stark, Alexander Kaiser, Astrid von Waldenfels, Patrick Leitl (alle SPD Hof Mitte), Armin Schmid (Geschäftsführer „Die Gruppe“) sowie SPD- Kreisvorsitzender Jörg Mielentz und Ortsvereinsvorsitzende Eva Döhla.

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Späterer Termin für Besuch bei “Die Gruppe Jugendhilfe”

Der SPD Ortsverein Hof-Mitte lädt am Freitag 25.11. herzlich ein zu einer informativen Veranstaltung mit Spendenübergabe ein.
 
Wir wollen die Arbeit von „Die Gruppe Jugendhilfe Hochfranken“ kennenlernen und die Erlöse aus dem Benefizbrunch übergeben. Die Veranstaltung wendet sich an alle, die die Gelegenheit nutzen wollen, sich über deren Angebote für Jugendliche, Erwachsene und Familien zu informieren. Viele der Kurse und Training richten sich an straffällig gewordene junge Menschen. Sie können beispielsweise bei Konflikttrainings, beim Täter-Opfer-Ausgleich oder im Anti-Gewalt-Training wichtige Kompetenzen erwerben. Seit 1982  war es das Ziel des Vereins „Die Gruppe e.V.“, Kriminalität, insbesondere Jugendkriminalität zu bekämpfen und vorbeugend zu wirken. Dieser Aufgabe kommt der Verein an seinen zwei Standorten in Hof und in Wunsiedel nach.
Inzwischen ist der Verein einziger Gesellschafter der gemeinnützigen Gesellschaft „Die Gruppe Jugendhilfe Hochfranken gGmbH“. Seine Hilfen sind umfangreicher und vielfältiger geworden.  Wer mehr erfahren und die Verantwortlichen in einem Gespräch kennenlernen möchte, hat am 25. November um 15.30 Uhr am Saalleitenweg 2b dazu Gelegenheit. Weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet der SPD-Ortsverein um Anmeldung unter Telefon 09281 / 7790659 (AB) oder per Mail unter hof@evadoehla.de

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Für ein komplett neues Leerstands-Management

Auf unsere Veranstaltung am 19.9.16 haben wir sehr gute Resonanz erhalten. Daher haben wir als Stadtratsfraktion einen Antrag auf Etablierung eines aktiven Leerstandsmanagements für die Hofer Innenstadt gestellt.

Die SPD-Fraktion beantragt, das Leerstandsmanagement für Ladengeschäfte konzeptionell und strukturell auf neue Beine zu stellen.
Zum einen leidet die Hofer Innenstadt sichtbar und spürbar unter den Leerständen in ihren Einkaufsstraßen. Hierauf allein mit herkömmlichen Methoden und dem Ausspruch „Handel ist Wandel“ zu reagieren, erfüllt unserer Meinung nach nicht den Anspruch einer aktiven und zeitgemäßen Politik.
Zum anderen wird die Errichtung der Hof-Galerie zu Verschiebungen in der örtlichen Handelsstruktur führen. Wie die meisten Großprojekte birgt sie Chancen und Risiken. Ihre Auswirkungen auf die Leerstand-Masse muss frühzeitig Gegenstand einer fachlich wohlabgestimmten Planung werden.
Nur damit können die drei losen Fäden „leere Schaufenster“ – „Eigentümer“ – „potenzielle Nutzer“ so miteinander verknüpft werden, dass man sowohl Begeisterung für den Standort weckt als auch die Offenheit für neue Formen der Vermietung stärkt. Beispiele aus anderen Städten zeigen, dass auch z.B. Starternutzung und Interimsnutzung eine positive Gesamtentwicklung befeuern können.
Es geht darum, Leerstand als „Raum-Wohlstand“ zu begreifen und vorhandene Potenziale sichtbar zu machen.
 
Deshalb fordern wir einen neuen Ansatz für das Leerstands-Management in Hof und die Bereitstellung der erforderlichen Mittel in den Haushalt 2017 und folgende.
 
Ein wirksameres Leerstand-Management weist unseres Erachtens nach folgende Merkmale auf:
- Erfassung: Gründliche Analyse von Quantität und Qualität der Leerstände als Basis
- Beratung: Vertrauensvolle Eigentümerarbeit; Chancen aufzeigen, die neue Nutzergruppen in sich bergen; Austausch fördern
- Erarbeitung eines exakt auf die Situation von Hof passenden Konzeptes unter Hinzuziehung von qualifizierten Leerstandsmanagern
- Aktivierung: Gut moderierte Beteiligungsmöglichkeiten für alle Akteure
- Verlässliche Struktur und Finanzierung
 
Das Ziel muss es sein, durch einen Attraktivitätsgewinn des Standorts langfristig angemessene und auskömmliche Mieten zu sichern und die Lebendigkeit unserer Einkaufsstadt zu wahren.
 
Die SPD-Fraktion fordert die Stadtverwaltung auf, folgende Schritte zur Umsetzung zu gehen:
- Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes für ein umfassendes und aktives Leerstands-Management, ggf. mit geeigneten Partnern
- Kalkulation der benötigten Mittel
- Beauftragung eines spezialisierten Planungsbüros
- Benennung eines „Kümmerers“, der alle Beteiligten offensiv zusammenführt

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